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Ideensammlung 2014

An-denken:

Grabgestaltung mit Kindern

  • Die Kinder haben ihre mit der Erzieherin und der Friedhofsgärtnerei erarbeiteten Ideen bei der Grabgestaltung eingebracht.Umsetzung
    Mit dem örtlichen Kindergarten bzw. einer Schule/Klasse kann das Thema "Tod" im Rahmen eines Projekttages gemeinsam erarbeitet werden. Bei einem gemeinsamen Spaziergang über den Friedhof gibt es viel zu sehen; unterschiedlichste Grabmale, viele schön bepflanzte Gräber und von den Angehörigen liebevoll arrangierte Andenken und Erinnerungsstücke. Im Anschluss an diesen Spaziergang sollen die Kinder gemeinsam von ihren Entdeckungen erzählen und aufmalen, wie das eigene Grab einmal aussehen könnte.
  • Ziel
    Kindern soll die Berührungsangst vor dem Friedhof genommen und der Umgang mit dem Tod dadurch erleichtert werden. Durch die gemeinsamen Gespräche und die Planung der Grabgestaltung können so die Kinder lernen, ihre Gefühle auszudrücken.
  • Tipps
    Die Friedhofsgärtnerei Adrian hat dieses Projekt erfolgreich auf der igs hamburg 2013 umgesetzt und steht gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Bestattungen in anderen Kulturen

  • Die christliche Grabgestaltung hat über Jahrhunderte unser Friedhofsbild geprägt. Was ist bei den anderen Religionen anders?Umsetzung
    Gemeinsam mit den verschiedensten Religionsgemeinschaften vor Ort kann eine gemeinsame Informationsveranstaltung zur Bestattungen in den jeweiligen anderen Kulturen/Religionen stattfinden. Als Ergebnis dieser Veranstaltung kann eine Informationswand entstehen, welche dann am "Tag des Friedhofs" präsentiert wird und z.B. im Anschluss daran bei der jeweiligen Religionsgemeinschaft vor Ort ausgestellt wird. Zusätzlich könnten hier Mustergräber entstehen, die Besonderheiten der Religionen aufzeigen.
  • Ziel
    Die Bevölkerung soll die Bestattungsformen und –riten der anderen Kulturen kennen lernen, um so mögliche Vorurteile abzubauen.
  • Tipps
    Über die nachfolgenden Links erhalten Sie weitere Adressen zu den weiteren Religionsgemeinschaften in Deutschland:
    Katholische Kirche Deutschland: www.katholisch.de
    Evangelische Kirche Deutschland: www.ekd.de
    Zentralrat der Muslime: www.zentralrat.de
    Zentralrat der Juden: www.zentralratdjuden.de
    Kommission der orthodoxen Kirchen in Deutschland: kokid.de
    Buddhismus in Deutschland: www.buddhismus-deutschland.de
    Hinduismus in Deutschland: www.hindu-religion.de/hinduismus-in-deutschland

Vor-denken:

Taschenlampenwanderung

  • Umsetzung
    Friedhofsverwalter und/oder Friedhofsgärtner gehen gemeinsam bei Dunkelheit mit interessierten Besuchern über den Friedhof. Jeder Besucher erhält eine kleine Taschenlampe, mit welcher er einzelne Punkte auf der Führung selbst beleuchten kann. Der Führer übernimmt die Aufgabe als Beleuchter interessanter Dinge und erklärt diese.
  • Die Teilnehmer der Taschenlampenwanderung können bei ihrem gemeinsamen Gang über den Friedhof feststellen, dass der Friedhof gar nicht so dunkel ist.Ziel
    Die Naturwahrnehmung in der Dunkelheit konzentriert sich stärker als bei hellem Sonnenlicht auf einzelne Punkte. Der Mangel an Licht verstärkt alle Sinne. Der spotartige Einsatz einer starken Taschenlampe, z.B. auf Grabmale, einzelne Grabpflanzen, Wegezeichen, Bäumen oder auf Skulpturen betont die optische Wahrnehmung einzelner Dinge und Strukturen. Auch nachtaktive Friedhofsbewohner, wie beispielsweise die Eule, können so in das Blickfeld des Betrachters gelangen. Der Friedhof kann so für einen begrenzten Zeitraum mit allen Sinnen wahrgenommen werden. Auch können die Besucher feststellen, dass der Friedhof selbst gar nicht so dunkel ist, wie vielfach gedacht.
    Viele Grablichter schaffen eine besondere Atmosphäre, die es zu entdecken gilt.
  • Tipps
    Im Baumarkt können Taschenlampen unterschiedlichster Stärke und Leuchtreichweite gekauft werden.

Friedhof im Jahre 2050

  • Umsetzung
    Gemeinsam basteln, malen, kleben, legen und besprechen Kinder mit Eltern und Großeltern wie ein Friedhof im Jahre 2050 aussehen könnte. Im Anschluss daran gestalten sie mit dem örtlichen Friedhofsgärtner und Steinmetz ein mögliches Grab, bei dem auch außergewöhnliche Materialien (wie z.B. kleine Autos, Gläser, etc.) verwendet werden dürfen. Die zudem gemalten und gebastelten Kunstwerke könnten dann entsprechend ausgestellt werden. Denkbar wäre auch, diese Aktion im Vorfeld mit dem örtlichen Kindergarten bzw. der Grundschule durchzuführen.
  • Für Kinder könnte ein möglicher Friedhof der Zukunft nur aus Naturmaterialien bestehen. Ziel
    Kinder und Jugendlichen soll es ermöglicht werden, über die eigenen Gedanken und Vorstellungen des Todes zu sprechen und ihren Gefühlen gestalterisch Raum zu geben. Bei der anschließenden Ausstellung können Kindern ihre selbst gestalteten Werke den Angehörigen und Freunden zeigen und diese Erklären.
  • Tipps
    In Baumärkten können viele Bastelmaterialien gekauft werden. Auch bei einem Spaziergang durch den Ort oder über Felder und Wiesen können viele Naturmaterialien gefunden werden.

Ge-denken:

Steinmännchen

  • Umsetzung
    Viele haben die steinigen Gesellen schon im Urlaub gesehen; dem Einen sind sie eine Wegmarkierung und dem Anderen sind sie ein religiöses Symbol und dienen dem Schutz vor z.B. Trollen. Oft werden jedoch auch Steinmännchen errichtet, um eines besonderen Ortes oder auch einer Person zu gedenken.
    In Zusammenarbeit mit dem örtlichen Steinmetz könnten nun mit verschiedenen Steinarten, etc. oder auch beispielsweise mit selbst gefundenen Steinen (z.B. aus dem letzten Urlaub) verschiedene Männchen in unterschiedlichsten Größen gebaut werden. In Absprache mit der Friedhofsverwaltung könnte auch ein fester Platz auf dem Friedhof gefunden werden, auf dem die Gesellen aus Stein nach dem "Tag des Friedhofs" einen festen Platz finden. So könnten dann die Erschaffer der Steinmännchen diese besuchen und diese weiter wachsen lassen (z.B. mit neuen Steinen aus dem Urlaub).
  • Diese beiden steinigen Gesellen stehen für eine besondere Urlaubserinnerung und werden von ihren Erbauern gerne und oft betrachtet.Ziel
    Die Besucher können z.B. mit ihren Angehörigen ein Steinmännchen bauen und so noch einmal eines vergangenen Urlaubes oder eines schon verstorbenen Angehörigen/Freundes gedenken. Wenn die Möglichkeit besteht, den Männchen auf Dauer auf dem Friedhof einen festen Platz zu geben bzw. Steine für den weiteren Bau bereit zu legen, wir man beobachten können, wie die Schar der Männchen wächst.
  • Tipps
    Steine können beispielsweise über den örtlichen Steinmetz bzw. eine Kiesgrube oder auch bei einem Steinbruch besorgt werden. Auch kleine Pflanzen und Gegenstände (z.B. Muscheln, Bänder, etc.) können bereitgelegt
    werden, um die Männchen noch ein wenig zu verschönern.